Die Harmonie des Herzens
– auf der Suche nach der Bestimmung deiner Seele

Es war ein langer Tag. Ich liege im Bett, erfüllt von schönen Begegnungen, interessanten Menschen. Mein Leben fühlt sich taufrisch an. Ich habe mich endlich aufgemacht und alle Türen haben sich wie magisch geöffnet. Während ich dankbar daliege und meinem Herzschlag lausche, spüre ich, dass ich wirklich in Verbindung mit meiner Seele bin.

Es gab ganz andere Momente. Lebensaugenblicke, in denen Türen sich schlossen und ich sie nicht mehr zu öffnen vermochte. In denen sich eine Schwierigkeit an die andere reihte, wie eine Kette kleinerer oder auch größerer Missgeschicke.

Oftmals sind dies Momente, in denen wir uns verloren fühlen. Die uns traurig machen oder im Grunde wütend. Wir haben die Verbindung verloren: zu unserem Selbst. Wir kennen die Richtung nicht mehr, das Denken schafft keine Klarheit. Denn Klarheit erwächst dem Herzen und dem Vertrauen auf höhere Führung.

Wege zur Selbster-innerung und Selbstfindung

Während ich dies schreibe, kommt mir das Wort der Er-innerung in den Sinn. Wenn wir dem Klang unserer Seele lauschen und unserem Herzen folgen, sind wir ver-innerlicht – in uns angekommen. Wir schwingen mit der Frequenz des Kosmos oder der unserer Seelenaufgabe. In diesem Einklang scheint alles leicht. Wir werden von allem getragen, surfen die Wellen und stellen uns nicht gegen ihren Rhythmus. Das heißt auch zu warten, bis die richtige Welle kommt, die uns mühelos mitnimmt und uns trägt, dahin wo wir hingehören in diesem Augenblick.

Das Wissen über die Schöpfung aus dem Inneren, wurde in allen alten großen Kulturen der Welt bewahrt, gehalten und zu einer eigenen, wenn auch mystischen Wissenschaft entwickelt. Auch die Astrologie, die wir heute auf beschränkte weltliche Werte reduzieren, ist ursprünglich eine Lehre der Harmonie mit dem Ganzen. Doch auch ohne astrologische Kenntnisse können wir ganz in uns gehen und uns mit der Seelenschwingung verbinden, die uns zu unserer wahren Aufgabe oder Bestimmung führt. Oder zu der Welle, die uns trägt – in Kraft, Freude und Erfüllung hinein.

Nichts scheint leichter und doch ist nichts schwieriger, als sich einfach tragen zu lassen. Schlichtweg, weil die uns angelernte Logik, unsere Konditionierungen und Traumata uns in die Irre führen. Wir folgen dem Denken, das an sich kein Instrument der Erkenntnis ist, sondern uns beschränkt auf das bereits Bekannte.

Auf die Zeichen achten

Doch wie erinnere ich mich an mich selbst? Ein Weg der Selbsterinnerung ist es, zurückzufinden zu allem, was jemals in mir Freude ausgelöst hat, was sich stimmig anfühlte. Worin ich Kraft finden konnte. Oder andersherum – was hat mir Kraft geraubt, wo wurde ich krank? In welcher Situation fühlte ich mich abgeschnitten und unverbunden mit mir?

Wenn wir lernen, sensibel zu werden, beginnen wir, Zeichen zu sehen und zu fühlen. Viel zu oft landen wir in Abstumpfung gerade da, wo wir einen Schmerz oder eine Angst nicht erkennen wollen. Doch was, wenn wir unbeirrt werden, der Angst keinen oder keinen großen Platz mehr einräumen? Den Ideen davon, was zu Erfolg führt und was nicht, nicht mehr folgen und uns statt dessen aufmachen, unseren Erfolg zu leben? Unsere ureigene, individuelle Bestimmung, meiner Seelenaufgabe.

Die Bestimmung der Seele

Wir müssen nicht an unsere Seelenaufgabe glauben, um diesen Weg zu beschreiten. Doch alles ordnet sich, wenn wir einen anderen Blick auf das Leben entwickeln. Dann sind die verschlossenen Türen die Zeichen dafür, dass wir nicht unserem Weg folgen. Oder dass wir vergessen haben, unsere Schöpfung und Schönheit zu leben. Der Schmerz, die Frustration, die Traurigkeit wollen uns etwas zeigen. Vielleicht auch nur, dass es an der Zeit ist, aufzubrechen und den nächsten Lebensabschnitt nicht zu scheuen und vor allem auf die leise Stimme unserer Seele zu lauschen.

In der japanischen Tradition gibt es eine Töpferkunst, die zunächst widersinnig erscheint. Ein getöpfertes Objekt – eine Schale, Schüssel oder Vase – wird im Kintsugi zerschlagen und ihre Teile werden mit flüssigem Gold wieder zusammengefügt. Die so entstandenen Stücke sind von exquisiter Schönheit und allesamt einzigartig.

Wenn wir unseren Blick auf das Leben neu ordnen, zeigen sich neue Wege – Seelenwege.

Wenn jede verschlossene Tür ein versteckter Segen ist, beginnt man allmählich, dem Licht zu folgen und die Alchemie in allem zu sehen, was geschieht. Dann ist jede Traurigkeit, jedes Verloren-sein nur eine verlorene Chance, den Zeichen zu folgen und der Alliebe des Lebens zu erlauben, uns zu tragen.

5 hilfreiche Tipps

Ergründe deine Seele und erkenne deinen Seelenweg
Wie du deine Seelenaufgabe mit all dem was Deine Seele auf diese Welt mitgebracht hat erkennen kannst:

  1. Höre auf deine Intuition: Falls du das Gefühl hast, dass du für etwas Bestimmtes auf dieser Welt bist, dann vertraue darauf und höre auf deine innere Stimme.
  2. Reflektiere deine Talente und Leidenschaften: Überlege dir, was dich wirklich glücklich macht und was deine Stärken sind. Deine Seelenaufgabe könnte darin liegen, diese Talente und Leidenschaften zu nutzen, um anderen Menschen zu helfen oder die Welt zu verbessern.
  3. Nutze deine Erfahrungen und Herausforderungen: Jeder Mensch hat im Leben Erfahrungen gemacht und Herausforderungen gemeistert. Diese Erfahrungen könnten dir helfen, eine spezifische Seelenaufgabe zu erkennen, die du auf dieser Welt erfüllen sollst.
  4. Suche nach Zeichen und Signalen: Manchmal gibt es signifikante Ereignisse oder Begegnungen in unserem Leben, die uns auf unseren Seelenweg hinweisen. Sei offen für Zeichen und Hinweise, die dir helfen können, deine Seelenaufgabe zu erkennen.
  5. Sei bereit, dich zu entwickeln: Deine Seelenaufgabe kann sich im Laufe deines Lebens verändern und wandeln. Sei bereit, dich zu entwickeln und anzupassen, während du auf deinem Seelenweg voranschreitest.